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Was es bedeutet

In der Schweiz heißt zügeln ganz schlicht umziehen. Wohnung wechseln, Kisten stopfen, Sofa durchs Treppenhaus würgen, Freunde mit Pizza bestechen, alles drin. Das ist kein fancy Spezialwort, sondern ganz normales Schweizer Alltagsdeutsch. Wenn jemand sagt Wir zügeln am Wochenende, weiß jede Person sofort, jetzt kommt Kartonchaos mit Muskelkater.

Verwendungsbeispiele

"Mir zügeled nächsti Wuche und ich han scho Angscht vor de zwäi Kilometer Ikeamöbel im sächste Stock."
"Am Samstag zügeln wir in die neue Wohnung, kannst du mit dem Lieferwagen kommen und ein paar Kisten schleppen?"
"Wir zügeln Ende Monat und ich schwör, die Waschmaschine wird wieder der Endgegner vom ganzen Tag."
"Hesch am Sunntig Zyt? Mir müend no zügle und es het viel z viel Chram für e einzigs Läbe."
"Mir zügeln am Fritig und ich weiss jetzt scho, dass de Kühlschrank wieder de Chefgegner vom Tag wird."
Tonfall
Liebevoll Ausgelassen Jugendlich

Woher es kommt

Zügeln ist in der Schweiz das ganz normale Wort für umziehen. Es gehört historisch zu ziehen und meinte schon früher das Verlegen von Hausrat und Wohnsitz. Während im übrigen Standarddeutsch heute fast immer umziehen gesagt wird, hat sich zügeln im Schweizer Hochdeutsch und im Dialekt locker im Alltag gehalten.

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