Was es bedeutet
Heißt so viel wie labern oder endlos quatschen, gern mit viel Drumrum. Wenn jemand sabbelt, kommt nach der Antwort noch die Extrarunde Story, obwohl alle schon verstanden haben, was Sache ist. Beim Klönschnack im Treppenhaus oder vorm Kiosk fällt das Wort ständig. Kann liebevoll necken, klingt aber auch schnell nach Augenrollen.
Verwendungsbeispiele
"Moin, sabbel nich so rum, Jung. Wir holen nur ’ne Mate am Kiosk, und du erzählst schon wieder zehn Minuten von deinem Aquarium und dem Goldfisch."
"Mein Nachbar kann sabbeln, ich frage nach dem Wetter und kriege die halbe Familiengeschichte dazu."
"Hör auf zu sabbeln und sag einfach, ob du mitkommst, der Bus wartet nicht auf deine Vorrede."
"Lass Oma ruhig sabbeln, die braucht erst drei Schleifen, bevor sie beim eigentlichen Punkt anlegt."
"Der Typ hat an der Bude wieder voll losgesabbelt, wir wollten nur Feuer und hatten direkt den Lebenslauf im Nacken."
Woher es kommt
Kommt aus dem Niederdeutschen. Das plattdeutsche sabbeln bedeutet reden, schwatzen, viel quasseln und ist im Norden schon lange fest im Alltagsmaul verankert. Von da ist es locker ins regionale Hochdeutsch rübergewandert und klingt bis heute schön norddeutsch nach Gespräch mit ordentlich Wortnachschub.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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