Was es bedeutet
Wuid ist Tiroler Dialekt für wild, aber nicht im Sinn von gefährlich. Gemeint ist eher jemand oder etwas mit voller Energie, leicht verrückt und ohne große Bremse unterwegs. Das sagt man oft anerkennend über Leute mit Mut und Zug nach vorn, genauso über Abende, Aktionen oder Feste, die richtig aufdrehen.
Verwendungsbeispiele
"— Gestern beim Zillertaler Fest war da Tom wieder wuid unterwegs, isch auf’n Tisch g’hupft und hot no a Runde für olle zahlt. — Respekt!"
"Gestern war a wuides Fest, getanzt bis in der Früh."
"Der neue Kollege ist richtig wuid, dem traut sich keiner nach."
"Die Lisa is heit wieder komplett wuid, fährt spontan mit auf Innsbruck und fragt erst danach, wer überhaupt alles dabei is."
"Boah, des war so a wuider Abend, erst Hüttengaudi, dann no irgendwo versumpft und auf amoi war's hell."
Woher es kommt
Wuid ist die dialektale Tiroler und allgemein österreichische Lautform von wild. Inhaltlich hat sich die Bedeutung im Alltag oft etwas verschoben: Nicht bloß ungezähmt oder gefährlich, sondern lebhaft, draufgängerisch, frech und voller Schwung. Genau deshalb klingt es in vielen Situationen eher nach Respekt als nach Warnung.
Andere Arten, es zu sagen
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