Was es bedeutet
Eine Trantüte ist ein lahmer, langsamer Mensch, der alles im Schneckentempo erledigt und nie in die Gänge kommt. Während die anderen längst fertig sind, sucht die Trantüte noch ihre Schuhe. Liebevoll-genervt sagt man es zu jemandem, der trödelt, träumt und immer ein bisschen neben der Zeit läuft.
Verwendungsbeispiele
"Beim Packen ist er die reinste Trantüte, eine Stunde für einen Koffer, und am Ende fehlt trotzdem die Hälfte."
"Sei keine Trantüte am Morgen, ein Kaffee, Schuhe an, und raus, sonst verpassen wir wieder den frühen Zug."
"Nun mach mal vorwärts, du Trantüte, der Film fängt in zehn Minuten an und du stehst noch in Socken da."
"Boah, jetzt komm aus'm Quark, du Trantüte, wir stehen seit fünf Minuten an der Tür und du suchst immer noch dein Handy."
"Mit dir einkaufen ist echt Abenteuerkino, du bist an der Kasse noch nicht mal beim Joghurt, wenn ich schon wieder draußen bin, du Trantüte."
Woher es kommt
Setzt sich zusammen aus Tran, dem zähen Fischöl, und Tüte. Der Tran steht für zähflüssige Langsamkeit, und so ist die Trantüte bildlich ein Beutel voll trägem Tran, ein Mensch, der ebenso schwerfällig und gemächlich durchs Leben fließt.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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