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Was es bedeutet

Ein Wandertag ist dieser Schultag, an dem offiziell Bildung in der Natur auf dem Stundenplan steht und in echt alle denken: geil, heute mal kein normaler Unterricht. Dann latscht die Klasse mit Rucksack durch Wald, Wiesen oder irgendeinen Hügel hoch, isst zerdrückte Pausenbrote und tut so, als wär der Weg das Ziel. Meistens ist es halb Ausflug, halb kollektives Rumstiefeln mit Lehrkraft vorneweg und leichtem Orientierungsroulette.

Verwendungsbeispiele

"Morgen ist Wandertag, das ist quasi Feiertag mit Rucksack. Kevin bringt zehn Snickers, Lisa ’ne Bluetooth-Box, und Herr Meier sucht seit 20 Minuten den kurzen Weg."
"Am Wandertag waren wir mit der ganzen Klasse im Schwarzwald unterwegs, vier Stunden Marsch, eine Brotzeit am Wasserfall, und der Mathelehrer hat den Rückweg dreimal gesucht."
"Beim Wandertag der fünften Klasse hat Marie den Sportlehrer überholt, ist als Erste am Gipfelkreuz angekommen und hat dort die ganze Familie auf dem Tablet angerufen."
"Wandertag heißt doch einfach, wir laufen drei Stunden, machen zwanzig Minuten Pause und nennen das dann Teambuilding."
"Am Wandertag hatte wirklich jeder alles dabei, nur Frau Keller nicht die Karte, deshalb sind wir erst mal komplett in die falsche Richtung gedackelt."
Tonfall
Witzig Ausgelassen Jugendlich
Wo man es sagt

Woher es kommt

Der Wandertag kommt aus der deutschen Schultradition des frühen 20. Jahrhunderts. Damals galt gemeinsames Wandern als pädagogisch sinnvoll, weil Bewegung, Natur und Klassengemeinschaft gefördert werden sollten. Der Begriff ist deshalb kein neues Slangwort, sondern ein festes Schulwort, das im Alltag oft ironisch und ziemlich liebevoll gebraucht wird.

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