Was es bedeutet
Durststrecke ist ’ne Phase, in der’s gefühlt staubtrocken läuft: keine Kohle, keine Aufträge, kein Erfolg, null Drive. Du kommst zwar irgendwie durch, aber alles ist zäh wie alter Kaugummi. Der Ausdruck spielt mit dem Bild von Dürre und Wassermangel und wird oft halb ironisch rausgehauen, wenn das Leben gerade auf Sparflamme köchelt.
Verwendungsbeispiele
"Chef fragt nach Zahlen, ich nur: Durststrecke. Selbst der Drucker streikt. Kollege so: Wie lang noch? Ich: Bis der Kosmos wieder Kundschaft ausspuckt."
"Nach der Kündigung kam erst mal eine lange Durststrecke, aber jetzt trudeln endlich wieder Aufträge ein."
"Im Januar ist im Laden immer Durststrecke, kaum Kundschaft, und wir streichen die Regale aus reiner Langeweile."
"Seit drei Monaten nur Absagen, keine Gigs, kein gar nix. Absolute Durststrecke gerade."
"Im Sommer lief der Laden brutal, aber seit Herbst ist wieder Durststrecke und wir zählen hier schon die Staubflusen mit."
Woher es kommt
Durststrecke ist kein neues Szenewort, sondern ein älterer deutscher Ausdruck. Ursprünglich meinte er ganz wörtlich einen längeren Abschnitt ohne Wasser, also eine Strecke, die für Menschen oder Tiere richtig hart werden konnte. Daraus wurde dann bildlich jede magere Phase, in der wenig läuft und man sich zäh durchbeißen muss.
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