Was es bedeutet
Meint den zähen Nervenkrieg mit Bürokratie, Formularen, Anträgen und Stempeln, bis dir die Birne qualmt. Du willst nur kurz was erledigen und zack, brauchst du Kopien, Nachweise und am besten noch ein Schreiben, dass du wirklich du bist. Wird gern gesagt, wenn aus einem Mini-To-do plötzlich ein Aktenordner-Monster wird.
Verwendungsbeispiele
"Wollte nur schnell Kindergeld klären. Am Ende fehlte noch die Bescheinigung von der Bescheinigung. Nach dem dritten Formular: Alles klar, ich steck mitten im Papierkrieg."
"Für die kleine Förderung musste ich einen wahren Papierkrieg führen, sechs Formulare und drei Bescheinigungen."
"Nach dem Umzug fängt der Papierkrieg an: ummelden, Verträge ändern, und überall das gleiche Formular dreimal ausfüllen."
"Ich wollte nur meinen Ausweis verlängern und plötzlich wollten die noch drei Nachweise, zwei Fotos und irgendein Formular aus der Vorzeit. Kompletter Papierkrieg."
"Seit der Selbstständigkeit besteht mein Montag gefühlt nur noch aus Rechnungen, Fristen und Briefen vom Amt. Reiner Papierkrieg, Bruder."
Woher es kommt
Papierkrieg ist im Deutschen schon lange belegt und erst mal ganz wörtlich gebaut: Papier plus Krieg. Gemeint war der zermürbende Kampf mit Akten, Formularen und Behördenkram. Von dort ist das Wort locker in den Alltag gewandert und steht heute breit für jeden bürokratischen Nervenmarathon mit Zetteln, Nachweisen und Stempeln.
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