Was es bedeutet
Radau ist lärmender Krawall, ein lautes Spektakel aus Geschrei, Gepolter und Aufruhr. Wer Radau macht, sorgt für ordentlich Krach und Unruhe, sei es ausgelassen feiernd oder zornig protestierend. Das Wort knallt schon im Klang und gehört zu den klassischen Ausdrücken für Lärm und Tumult, eng verwandt mit Rabatz und Krawall.
Verwendungsbeispiele
"Im Klassenzimmer war so ein Radau, dass man sein eigenes Wort nicht verstand."
"Vor dem Rathaus machten die Demonstranten ordentlich Radau."
"Beim Fußballspiel der Bayern in München gab es in der zweiten Halbzeit so ein Radau in der Südkurve, dass das Spiel zwei Minuten unterbrochen wurde und der Schiedsrichter beide Trainer geholt hat."
"Auf der Geburtstagsfeier von meiner Cousine in Köln gab es solchen Radau bis vier Uhr morgens, dass die Polizei zweimal vorbeigeschaut hat und beim zweiten Mal mit einem ernsten Gesicht."
"Mach hier nicht so einen Radau, die Kleine ist gerade eingepennt."
Woher es kommt
Radau ist seit dem 19. Jahrhundert im Deutschen belegt und meint schlicht lauten Tumult, Krach und Aufruhr. Das Wort gehört in dieselbe Lärmfamilie wie Rabatz und Krawall. Die genaue Vorstufe ist nicht ganz glasklar, aber die Verwendung als handfester Ausdruck für Getöse und Unruhe ist historisch gut bezeugt.
Andere Arten, es zu sagen
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