Was es bedeutet
Ein Schlawiner ist ein gerissener, aber sympathischer Schlingel, der sich mit Charme durchwurschtelt. Nicht der fiese Betrüger, eher der Typ, der immer eine Abkürzung kennt und dabei so lieb grinst, dass man ihm kaum böse sein kann. Sagt man im Beisl oft halb vorwurfsvoll, halb bewundernd, wenn wer wieder clever abstaubt.
Verwendungsbeispiele
"Heast, der Marco hat sich beim Würstelstand vorgedrängelt, dem Chef noch a Schmäh erzählt und zack, kriegt er die Extrawurst. Schlawiner!"
"So ein Schlawiner, hat sich mit einem Grinsen vorgedrängelt und keiner war ihm böse."
"Mein Onkel ist ein alter Schlawiner, kennt für jedes Problem irgendeinen Trick um die Ecke."
"Na bravo, du Schlawiner, erst tust du ganz unschuldig und am Ende hast du schon wieder den besten Platz im Schanigarten."
"Der kleine Schlawiner hat Oma so lieb angegrinst, dass er natürlich doch noch ein zweites Stück Kuchen gekriegt hat."
Woher es kommt
Schlawiner kommt über das Jiddische ins Deutsche, wohl aus schlamazlisch verwandten Formen rund um Schlauheit, Schlitzohrigkeit und windiges Durchmogeln. Im Österreichischen und süddeutschen Raum hat sich das Wort dann gemütlich eingenistet und meint heute eher den charmanten Trickser als einen echten Betrüger.
Andere Arten, es zu sagen
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