Was es bedeutet
Mini-Schiff, das scheinbar unmöglich in einer Flasche steckt, also ein echtes Schiff-in-der-Buddel. Buddel sagt man im Norden gern zur Flasche, daher der Name. Das Teil steht oft in Küstenbuden, auf Omas Schrank oder als Souvenir. Als Spruch taugt’s, wenn jemand mit Engelsgeduld an was rumfummelt und das Ergebnis winzig, aber beeindruckend ist.
Verwendungsbeispiele
"Inge hockt den dritten Abend am Buddelschiff, und ich zieh mir nebenbei Tee rein. Ich nur: Dat Ding ist winzig. Sie: Jo, aber macht stolz."
"Opa hat den ganzen Winter an einem Buddelschiff gebastelt."
"Im Hafenladen stehen Buddelschiffe in allen Größen im Schaufenster."
"Der Werner hat da kein Regal gebaut, der hat ein halbes Buddelschiff abgeliefert. Fummelig bis zum Anschlag, aber sauber."
"Wenn Kathi an so Mini-Kram sitzt, wird sie zum Buddelschiff-Menschen. Stundenlang Gefriemel und am Ende steht da was richtig Feines."
Woher es kommt
Buddelschiff kommt aus dem Norddeutschen. Buddel heißt dort Flasche und hängt mit französisch bouteille zusammen. Gemeint ist das klassische Schiffsmodell in der Flasche, also maritime Bastelkunst mit Geduldsnerven aus Stahl. Das Wort sitzt vor allem an der Küste ziemlich natürlich im Mund.
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