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Was es bedeutet

A herzhaft-bayerisches Wort für ein Mädchen oder eine junge Frau, das im ganzen süddeutschen Raum und in Österreich genauso selbstverständlich durch die Luft fliegt wie der Duft von frischen Brezen. Es ist die lockere, heimelige Art, über die jungen Damen zu sprechen, ohne gleich aufs Hochdeutsche umzusteigen. Ob im Wirtshaus, auf der Wiesn oder beim Spaziergang durch den Dorfpark – 'Madl' klingt nach daheim und nach einer Prise Gemütlichkeit.

Verwendungsbeispiele

"Servus Madl, host heid scho an Kaffee ghabt?"
"Die Madln auf da Alm tanzen, dass da Boden vibriert."
"Mei, des Madl is so gscheid, de kon scho mit zwöf Jahr'n a ganze Seminararbeit schreim."
Tonfall
Liebevoll Jugendlich

Woher es kommt

Das Wort 'Madl' stammt aus den bairischen Dialekten und ist eine Verkürzung des mittelhochdeutschen 'magetlīn' (Mägdlein). Über Jahrhunderte hat es sich als die normale Bezeichnung für Mädchen im süddeutschen Sprachraum und in Österreich gehalten, während im Norden 'Mädchen' oder regionale Varianten üblich wurden. Es ist keine Slang-Neubildung, sondern ein uriges Erbstück aus der Sprachgeschichte.

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