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Was es bedeutet

Sauklaue ist eine so verkrakelte Handschrift, dass selbst der Schreiber sie zwei Tage später nicht mehr entziffert. Buchstaben wie Stacheldraht, Wörter, die ineinanderlaufen, und am Ende rätselt die halbe Familie über den Einkaufszettel. Liebevoll-spöttisch sagt man das über Ärzte, Hektiker und alle, die schneller kritzeln als denken.

Verwendungsbeispiele

"Der Arzt hat das Rezept in seiner üblichen Sauklaue gekritzelt, in der Apotheke mussten sie zweimal anrufen."
"Meine Notizen aus der Vorlesung sind eine einzige Sauklaue, ich entziffere selbst nur noch die Hälfte davon."
"Bei deiner Sauklaue weiß keiner, ob da nun Milch oder Mehl steht, schreib die Liste lieber nochmal in Druckbuchstaben."
"Kannst du mir mal sagen, was da steht, oder ist das wieder deine komplette Sauklaue?"
"Auf dem Zettel steht irgendwas mit Brot, glaub ich. Bei Papas Sauklaue wird jeder Einkauf zur Schnitzeljagd."
Tonfall
Witzig Abwertend

Woher es kommt

Das Wort ist sauber durchsichtig gebaut aus Sau und Klaue. Sau verstärkt im Deutschen oft das Derbe, Unordentliche oder Grobe, und Klaue meint die Tierpfote mit Krallen. So entsteht das Bild von Schrift, die nicht geschrieben, sondern mit einer Schweinskralle übers Papier geschrammt wurde.

Editoren dieses Begriffs

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