Was es bedeutet
Liebevolle, manchmal leicht genervte Bezeichnung für ein Paar, das frisch verknallt nonstop turtelt: Händchen, Küsschen, Augen wie Flutlicht und komplett vergessen, dass noch andere Leute im Park, in der Bahn oder vorm Club stehen. Kommt vom Verb turteln, angelehnt ans Gurren der Turteltaube. Je nach Ton ist es süß gemeint oder ein gepflegtes Augenrollen.
Verwendungsbeispiele
"An der Bushaltestelle kleben die wieder aufeinander wie Kaugummi. Jana so: Boah, die sind ja komplette Turteltäubchen. Ich so: Safe."
"Die beiden Turteltäubchen haben den ganzen Abend nur miteinander geschmust."
"Hört mal auf zu turteln, ihr Turteltäubchen, wir wollen auch was vom Ausflug haben."
"Sitzen die zwei schon wieder in der Ecke und blenden alles aus. Richtige Turteltäubchen heute."
"Ey, ihr Turteltäubchen, einmal kurz runter vom Romantikplanet und mithelfen beim Schleppen."
Woher es kommt
Turteltäubchen ist das Diminutiv zu Turteltaube. Die Turteltaube gilt im Deutschen schon lange als Bild für verliebte Zweisamkeit, weil man mit ihr Gurren, Nähe und inniges Aneinanderhocken verbindet. Daraus kam erst turteln und später Turteltäubchen als neckisch-liebevoller Name für Paare im Dauerkuschelmodus.