Was es bedeutet
Heißt, dass du lange sitzen, dranbleiben und nicht gleich die Nerven verlieren kannst. Praktisch bei Uni-Bib, zähen Hausarbeiten, endlosen Meetings, Zugverspätung oder dem legendären Warteraum beim Amt. Wer wenig Sitzfleisch hat, steht nach zehn Minuten auf, checkt zum fünften Mal sein Handy und gibt genervt auf. Meist hört man: Dafür hab ich kein Sitzfleisch.
Verwendungsbeispiele
"Im Bürgeramt steht noch Nummer 48, ich hab 12. Kevin wippt schon wie’n Presslufthammer, ich bleib sitzen. Die Oma grinst: Ohne Sitzfleisch wirst du hier alt."
"Für ein Jurastudium braucht man vor allem Sitzfleisch."
"Ihm fehlt das Sitzfleisch, nach zehn Minuten ist er schon wieder aufgesprungen."
"Drei Stunden Excel-Chaos und Lara sitzt immer noch da, als wär's ein entspannter Sonntag. Die Frau hat echt Sitzfleisch."
"Ich wollte nur kurz Bewerbungen schreiben, nach zwanzig Minuten war ich schon in der Küche. Für sowas hab ich einfach null Sitzfleisch."
Woher es kommt
Sitzfleisch ist im Deutschen schon lange belegt und meint erst mal ganz wörtlich das Fleisch, auf dem man sitzt. Daraus hat sich früh die übertragene Bedeutung entwickelt: Wer Sitzfleisch hat, bleibt dran, hält lang durch und rennt bei zähem Kram nicht sofort entnervt vom Stuhl.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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