"Slangwort Baba. Anderes Wort für Tschüss. Kleines Beispiel. Baba, bis morgen, wir schreiben noch."
"Baba heißt sowas wie Tschüss oder Auf Wiedersehen. Ich geh so aus einem kleinen Laden raus, wink noch kurz zur Verkäuferin und denk mir nur, ja passt, baba. Kurz, freundlich und fertig."
"Baba. Heißt so viel wie Tschüss oder Auf Wiedersehen. Mein Kollege ruft noch schnell Baba ins Büro, schnappt seine Jacke und ist schon weg."
Baba
Heißt so viel wie Tschüss oder Auf Wiedersehen, meist locker und ein bisserl kindlich, aber Erwachsene in Wien sagen’s auch ohne Scham. Oft kommt gleich ein Bussi hinterher, vor allem am Telefon oder beim schnellen Abtauchen aus dem Kaffeehaus. Klingt weich, freundlich und endgültig genug, dass alle wissen: Gespräch is aus.
"Slangwort Cringe bedeutet peinlich. Beispiel, das Video, es war so cringe."
"Cringe bedeutet peinlich oder unangenehm. Zum Beispiel habe ich ein Video gesehen, wo jemand vor einer großen Gruppe gesungen hat, aber komplett daneben lag. Alle haben nur geschaut und ich dachte mir, das ist wirklich richtig cringe."
"Cringe ist, wenn etwas so richtig unangenehm ist. Ich habe gestern so ein Video gesehen, da versucht jemand ultra cool zu wirken. So richtig übertrieben und ich saß nur da und dachte mir, Bruder, hör bitte auf, ich konnte kaum hinschauen. So unangenehm war das. Kennst du dieses Gefühl, wenn du einfach wegschauen willst?"
"Cringe ist, wenn etwas so richtig unangenehm ist. Ich habe gestern so ein Video gesehen, da versucht jemand ultra cool zu wirken, so richtig übertrieben und ich saß nur da und dachte mir, Bruder hör bitte auf. Ich konnte kaum hinschauen, so unangenehm war das. Kennst du dieses Gefühl, wenn du einfach wegschauen willst?"
Cringe
Heißt: so peinlich und unangenehm, dass du dich zusammenziehst wie bei Gänsehaut. Wird in der Jugendsprache als Ausruf oder Adjektiv benutzt, wenn jemand komplett daneben performt, übertrieben anbiedert oder Fremdscham produziert. Klassiker: Eltern, die Memes erklären, oder Lehrkräfte, die plötzlich Digga sagen. Steigerung geht immer: mega cringe, ultra cringe, einfach nur aua. Manchmal auch ironisch, wenn du dich selbst ertappst: neuer Haarschnitt, alter Facebook-Post, du weißt schon.
"Den Begriff Digga nutzt man, um Kumpel zu sagen, zum Beispiel, hey Digga, wie geht's dir heute?"
"Digga ist einfach ein Wort für Freund oder Bro. Zum Beispiel, Digga, ich steh gestern an der Bahn komplett im Regen und der Zug kommt einfach nicht. Ich ruf dich an und du so, chill mal Digga, der kommt gleich, safe. Kam natürlich nicht. Klassiker"
Digga
Digga ist die Allzweck-Anrede für Kumpel, Bruder oder einfach irgendwen, den du gerade anschnackst. Je nach Ton kann’s herzlich sein oder leicht genervt, so wie ein verbales Schulterklopfen. Der Ausdruck gilt als Ableitung von Dicker und wurde besonders durch Hamburger Straßensprache und Hip-Hop groß. Heute hörst du’s überall in Deutschland, vor allem bei Jüngeren, manchmal auch ironisch von Älteren, im Chat genauso wie auf der Straße.
"Slangwort flexen bedeutet angeben, protzen. Beispiel, er flext ständig mit seinem Geld."
"Flexen bedeutet mit etwas anzugeben. Einer kommt rein und zeigt direkt sein neues Handy, redet die ganze Zeit darüber. Ich denke mir nur, okay Bro, wir haben es verstanden. Du willst flexen."
"Der war richtig am Flexen. Heißt, dass jemand übertrieben zeigen wollte, wie cool er ist. Wie der Typ im Gym, der extra laut stöhnt, damit alle hingucken. Der war richtig am Flexen."
Flexen
Heißt angeben und sich demonstrativ in Szene setzen, oft mit Klamotten, Technik, Muskeln oder Lifestyle. Kommt direkt vom englischen to flex, also die Muskeln spielen lassen, und wurde im Netz zum Synonym fürs Protzen. Kann ernst gemeint sein oder ironisch, wenn jemand wieder übertrieben den dicken macht. Vor allem auf Insta und TikTok ständig am Start.
"Geil heißt sowas wie richtig gut oder nice. Ey, ich hab gestern diese neue Serie angefangen und die ist einfach nur geil. Ich wollte nur eine Folge anschauen und zack, fünf Stunden später war ich immer noch dran. Komplett lost gegangen."
Geil
Geil ist das Universal-Kompliment für alles, was richtig gut knallt. Ursprünglich deutlich derber konnotiert, heute im Alltag einfach "mega gut". Wenn etwas geil ist, hast du Bock und das Ding taugt. Funktioniert für Serien, Essen, Musik, Wetter, Klamotten, Sprüche, praktisch alles was dich flasht.
"Korrekt, fair, respektvoll, angenehm. Beispiel, der Verkäufer hat mir sogar Rabatt gegeben, obwohl ich nicht mal gefragt habe. Der war so korrekt, dass ich fast ein Trinkgeld geben wollte."
"Korrekt sagt man, wenn jemand fair oder nett ist. Ich war zu spät dran und dachte schon, der Zug ist weg, aber der Fahrer hat tatsächlich noch kurz gewartet. Ich steig ein und denke mir nur, ey, das war echt korrekt von ihm. So kleine Gesten machen manchmal echt den Unterschied."
Korrekt
Korrekt ist das kleine, ehrliche Lob, wenn jemand fair bleibt, dir hilft oder einfach stabil menschlich ist. Kein großes Drama, eher so ein Nicken mit Respekt. Du sagst es für Leute, die nicht auf dicke Hose machen, sondern kurz warten, mitdenken oder sauber handeln. Kleine Geste, große Wirkung.
"Krass bedeutet, dass etwas wirklich extrem oder beeindruckend ist. Beispiel, ich habe heute gesehen, wie jemand im Regen einfach Fahrrad gefahren ist, ohne Handschuhe und ich dachte mir nur, Alter, das ist echt krass. Ich würde meine Finger nicht mehr spüren."
Krass
Krass heißt: extrem, heftig beeindruckend oder richtig hart, sodass man nur noch staunt.
"Slangwort lost. Anderes Wort für ahnungslos oder verwirrt. Kleines Beispiel. Ich bin komplett lost in Mathematik."
"Lost. Orientierungslos, planlos, verwirrt. Beispiel, ich wollte eigentlich nur kurz eine Einstellung in meinem Handy ändern und habe mich so verirrt, dass ich plötzlich in Menüs gelandet bin, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie existieren. Ich war komplett lost und habe am Ende einfach neu gestartet."
"Lost. Lost sein bedeutet, dass man komplett verwirrt ist oder keinen Plan hat, was passiert. Beispiel, ich war im Supermarkt und hab mein Handy vergessen und stand dann da wie so ein loster Mensch und wusste nicht mehr, was ich eigentlich kaufen wollte. Ich war richtig lost."
"Lost heißt, dass jemand keinen Plan hat, Bruder. Ich war gestern im neuen Einkaufszentrum und ich schwöre, ich war komplett lost. Ich such einfach nur den Ausgang und lauf fünfmal im Kreis. Am Ende frag ich so einen Typ, der war aber noch loster als ich."
Lost
Heißt: komplett planlos, verwirrt oder mit dem Kopf irgendwo im Ladebildschirm. Sagt man über sich selbst oder andere, wenn man in einer Situation gar nicht klarkommt und nur noch doof guckt. Passt bei Schule, Flirts, Formularen, neuen Jobs oder überall da, wo dein Hirn kurz die Tür abschließt.
"Slangwort NPC. Bedeutet eine Person, die keine Ahnung hat und nichts checkt. Beispiel, er läuft wie ein NPC und macht gar nichts."
"NPC sagt man über Leute, die ein bisschen planlos wirken oder einfach funktionieren, ohne nachzudenken. Beispiel, wie der Typ vor mir an der Kasse, der fünf Minuten braucht, um sein Portemonnaie zu finden. Ich dachte nur, der lebt gerade in NPC-Modus"
NPC
NPC sagt man, wenn jemand wirkt wie eine Hintergrundfigur aus'm Game: Blick auf Leerlauf, Autopilot drin und immer derselbe Standardablauf. Meist ist das ein spöttischer Spruch und kein Vollangriff, wenn wer komplett verpeilt rumsteht, kaum reagiert oder einfach so durchs Bild glitscht, als hätte das Leben ihm nur drei Dialogoptionen gegeben.
"Slangwort Simp bedeutet jemand, der quasi für eine bestimmte Person alles tut. Beispiel, boah, guck dir den Simp an, jetzt putzt er schon wieder ihre Schuhe."
"Ein Simp ist jemand, der sich viel zu sehr für eine Person bemüht, die es nicht erwidert. Zum Beispiel, mein Kumpel hat einer Frau jeden Tag Kaffee gebracht, obwohl sie nicht einmal seinen Namen wusste. Ich hab ihm gesagt, Bro, du simpst gerade hart"
Simp
Ein Simp ist jemand, der sich viel zu sehr für eine Person verbiegt, oft ohne dass da was zurückkommt. Übertrieben nett, dauernd Aufmerksamkeit geben, alles machen, nur um zu gefallen. Wird meistens als kleine Ansage benutzt, wenn einer komplett den Fokus verliert und sich selbst dabei vergisst.
"Slangwort Slay bedeutet etwas sehr gut machen. Beispiel sie slayt heute in dem Outfit."
"Slay bedeutet, dass jemand etwas extrem gut macht oder mega selbstbewusst wirkt. Beispiel, wie meine Kollegin, die gestern eine Präsentation gehalten hat, die hat sie so abgeliefert, ich dachte nur, sie slayt"
Slay
Slay heißt, dass jemand komplett abreißt und dabei noch maximal souverän wirkt. Kann für ein Outfit sein, für einen Auftritt, für eine Präsentation oder einfach für pure Ausstrahlung. Wenn jemand slayt, sitzt der Vibe, die Wirkung knallt und alle merken sofort, heute wurde hier nicht gekleckert, sondern geschniegelt geliefert.
"Sus heißt verdächtig. Einer verhält sich komisch, sagt nix, schaut nur rum, hin und her. Und ich denk mir, ey, das ist irgendwie sus. Da stimmt irgendwas überhaupt nicht."
Sus
Heißt so viel wie verdächtig oder irgendwie faul, als würde jemand was verbergen. Kommt aus dem Game Among Us, da wird schnell „sus“ gerufen, wenn einer wie der Impostor wirkt. In der Jugendsprache hat’s sich festgebissen und passt auf alles: Ausreden, shady Deals, komische Vibes. Wenn’s sus ist, checkst du lieber zweimal.
"Slangwort Wallah bedeutet schwören oder eine Beteuerung. Beispiel Wallah, ich war das nicht."
"Wallah, Verstärkung, Schwur, Betonung. Beispiel: Ich wollte nur kurz ein Nickerchen machen, bin dann drei Stunden später aufgewacht. Wallah, ich habe mich gefühlt, als hätte ich einen Zeitsprung gemacht."
Wallah
Wallah kommt aus dem Arabischen und heißt wörtlich bei Gott. Im deutschen Straßen- und Jugendsprech ist es eine fette Schwurformel geworden, mit der du einer Aussage extra Nachdruck gibst. Je nach Ton heißt es ich schwöre, ehrlich jetzt oder kein Witz. Wird vor allem in multiethnischen Alltagsmilieus benutzt und ist längst weit über den Kiez hinaus bekannt.
"Slangwort Ehrenmann bedeutet sehr korrekter Mensch. Beispiel, er hat mir geholfen. Was ein Ehrenmann, Mann."
"Ehrenmann. Ehrenmann sagt man zu jemandem, der richtig korrekt und hilfsbereit ist. Zum Beispiel, mein Freund hat mir seine Pommes letztens abgegeben, obwohl er selbst Hunger hatte. Richtiger Ehrenmann. Ehrlich."
"Ehrenmann nennt man jemanden, der wirklich korrekt ist. Ich komme gestern nach Hause, komplett fertig vom Tag, und mein Mitbewohner hat einfach Essen für mich mitgekocht, ohne dass ich irgendetwas sagen musste. Ich war so, ey, das ist ein echter Ehrenmann-Move. So kleine Sachen machen einfach den Unterschied, ehrlich"
"Ehrenmann nennt man jemanden, der wirklich korrekt ist. Ich komm gestern nach Hause, komplett fertig vom Tag und mein Mitbewohner hat einfach Essen für mich mitgekocht, ohne dass ich irgendwas sagen musste. Ich war so, ey, das ist ein echter Ehrenmann-Move. So kleine Sachen machen echt den Unterschied, ehrlich"
Ehrenmann
Ehrenmann ist ein dickes Kompliment in der Jugendsprache für jemanden, der korrekt, loyal und hilfsbereit rüberkommt. Sagt man, wenn einer einfach liefert, sein Wort hält oder dir ohne großes Theater den Tag rettet. Kann auch ironisch fallen, wenn jemand ausnahmsweise mal was Anständiges gemacht hat.
"Slangwort Brudi. Anderes Wort für Freund oder Kumpel. Beispiel Brudi, kannst du mir heute Abend helfen?"
Brudi
Brudi ist die weiche, kumpelige Form von Bruder und läuft als lockere Anrede für Freunde, Kollegen oder Leute aus der Clique. Kann herzlich klingen, kann ironisch zwinkern und je nach Ton auch leicht genervt rüberkommen. Im Alltag ersetzt es oft Digga, Bro oder Bruder, vor allem in Chats, auf dem Schulhof und im ganz normalen Jugendtalk.
"Safe heißt so viel wie auf jeden Fall oder definitiv. Du fragst mich, kommst du heute Abend raus und ich so direkt safe, ich bin dabei, auch wenn ich eigentlich müde bin, aber ich weiß schon, das wird ein guter Abend. Manchmal muss man einfach rausgehen, sonst verpasst man die besten Sachen"
"Safe. Safe bedeutet, dass etwas hundertprozentig sicher ist. Beispiel, ich habe heute gesagt, ich komme pünktlich zum Treffen und dann direkt gemerkt, ja komm, das wird safe wieder nichts mehr."
"Safe. Sicher, auf jeden Fall, definitiv. Beispiel, er hat gefragt, ob ich später vorbeikomme. Ich habe direkt gesagt safe, weil ich sowieso raus wollte und das perfekt gepasst hat."
Safe
Safe heißt in der Jugendsprache so viel wie klar, auf jeden oder hundert Prozent. Das wirfst du als schnelle Zusage, Bestätigung oder Beruhigung rein, wenn nichts mehr groß diskutiert werden soll. Oft kommt es auch doppelt für extra Nachdruck. Je nach Ton kann safe aber auch ironisch klingen, wenn eigentlich alle merken, dass die Sache eher auf Wackelbeinen steht.
"Slangwort Digger ist ein anderes Wort für Kumpel, Freund. Beispiel, Digger, was machst du heute Abend?"
Digger
Heißt so viel wie Kumpel, Bro, Alter, eine lockere Anrede unter Freunden. Kommt ursprünglich von Dicker, hat aber null mit Körpergewicht zu tun, das ist eher verbale Schulterklopf-Zuneigung. Typisch norddeutscher Sound, oft auch als Digga geschrieben. Passt für Smalltalk, Ansagen, Mini-Stress oder einfach, um Nähe zu markieren.
"Diggi ist einfach eine andere Version von Digger. Ich komme morgens zu spät zur Arbeit, komplett im Stress und sage nur, Diggi, heute läuft gar nichts. Und mein Kollege lacht einfach und sagt, Diggi, das sieht man dir an. War zwar nervig, aber irgendwie auch witzig."
Diggi
Diggi ist die extra weiche Version von Digga oder Digger. Heißt sowas wie Bro, Kumpel oder Alter, nur mit mehr Herz und weniger Kante. Passt super zum Ansprechen, zum Zustimmen oder auch mal ironisch, wenn jemand wieder völlig drüber ist. Klingt nach Chat, Sprachnachricht und lockerer Runde, nicht nach Ansage von oben.
Blaumachen
Blaumachen heißt, du bleibst Arbeit oder Schule fern, obwohl du eigentlich antanzen musst, und verkaufst das als Unfall des Schicksals. Mal ist’s klassisches Krankfeiern, mal einfach Schwänzen, weil Sonne ballert oder die Seele streikt. Der Ausdruck hängt mit dem Blauen Montag zusammen, als Färber früher montags frei hatten. Moral wackelt, Wort sitzt.
Laberbacke
Eine Laberbacke ist jemand, der pausenlos quatscht, von Thema zu Thema springt und dir dabei gefühlt die Ohren poliert. Meist nicht böse gemeint, eher so ein Kommunikations-Dauerfeuer. Passt im Büro, in der Schule oder beim Stammtisch, sobald einer einfach nicht zum Punkt kommt. Deftig, aber ziemlich treffsicher.